Zur Person


Zipflo Reinhardt
zählt zu den besten Jazz-Violinisten unserer Zeit. Markenzeichen des ZMF-Preisträgers sind seine Kompositionen sowohl in Form sanfter Balladen als auch wirbelnder bis explosiver Klangmuster, thematisch stets klar durchstrukturiert. Dabei besticht Zipflo Reinhardt mit seinen individuellen Phrasierungen und seiner anspruchsvollen Tonalität.

Biographie
Josef „Zipflo“ REINHARDT,
geb. 1949 in Friedrichshafen am Bodensee. Als Sinto finden sich seine ethnischen Wurzeln im indischen Panchab. Zipflo REINHARDT entstammt der für ihre hohe Musikalität berühmten Reinhardt-Dynastie und ist ein Nachfahre des legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt.
Kurz nach der Geburt erfolgte der Umzug nach Tiengen/Waldshut, zwei Jahre später bezog die Familie ein Bauernhaus im Hotzenwald und wurde dann 1957 in Offenburg sesshaft.
In der Obhut des Großvaters brachte ihm ein Onkel das Geigenspiel bei. Als sich dann früh dessen musikalisches Talent zeigte, bekam der Junge mittels einer siebenjährigen Musikausbildung an der Musikschule Offenburg seinen ersten Feinschliff.
Noch heute ist Offenburg der Lebensmittelpunkt dieses genialen Jazzmusikers.


Musikalische Entwicklung
In den 70iger Jahren spielte Zipflo Reinhardt zunächst für eine kurze Episode Gitarre in einer Rockband, fühlte sich aber alsbald mehr dem Jazz zugetan mit den dort gegebenen Möglichkeiten zur freien Improvisation und bevorzugte hier nun die Violine. Zipflo Reinhardt blieb bei diesem Instrument und entwickelte in diesem Genre schon sehr früh seine musikalische Eigenständigkeit. So interpretierte er beispielsweise Jazzstandards auf seine Weise. Zu den musikalischen Vorbildern gehörten Stephan Grappelli und Jean-Luc Ponty. Er ließ sich inspirieren von John Coltrane wie auch von der Post-Free-Jazz-Ära und orientierte sich hierbei an Herbie Hancock und Chick Corea.

Veröffentlichungen:
1975 Auftakt mit dem Debüt-Album „Violin-Impression“. Ein Jahr später, LP „New Generation“ im Stile des „Hot Club de France“ mit traditionellen Spielformen.
1978 leitete Zipflo Reinhardt mit seinem Album „Oceana“ einen stilistischen Wendepunkt ein und präsentierte nun eigene Fusion-Jazz-Kompositionen.
1979 verpflichtete das Plattenlabel MPS Reinhardt für die LP „The Gipsy Jazz Violin Summit“.
1980 Produktion der LP „Light of the Futur“. Reinhardts aktuelle CD "Way of Life" von 2011 spiegelt Reinhardts musikalische Weiterentwicklung und stilistische Breite.

Diverse TV-Auftritte und Beiträge im Rundfunk sowie Tourneen durch Europa machten Zipflo Reinhardt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und verschafften ihm in Jazzkreisen hohe Beachtung. In Jazzjournalen wurden Reinhardts ausdrucksvolle Spieltechnik, dessen individueller Stil und die kompositorische Vielfalt hervorgehoben.
Der Veranstalter von „The European Gipsy Music Festival“ 1994 im Englischen Garten von München, stellte Zipflo Reinhardt als “…einer der besten Jazzgeiger der Welt“ vor.
Beim „Zelt Musik Festival Freiburg“ (ZMF) 2001 erhielt Zipflo Reinhardt den ZMF-Preis.


Ensembles, musikalische Kooperationen
1981 gründete Reinhardt ein Quartett mit dem Bassisten Jimmy Woode (Ex-Musiker bei Duke Ellington), Albert Mair (Piano) und Erich Bachträgl (Drums).

Über die Jahrzehnte stand Zipflo Reinhardt auf zahlreichen Bühnen mit Musikern wie
Biréli Lagrène, Alvin Queen, Fritz Pauer, Kuno Schmid. Bedeutend waren auch seine Kooperationen mit Keith Copeland, Billy Brooks, Tony Lakatos, Alvin Queen, Emil Mangelsdorff und Markus Stockhausen.

Anlässlich einer Europatournee wurde Zipflo Reinhardt u. a. von dem genialen ungarischen Jazzgitarristen Costa Lukacs begleitet, der einer ganzen Generation von Gitarristen als Lehrmeister galt.

Beim Zelt-Musik-Festival in Freiburg 2001 spielten in Reinhardts Band Tilman Günther (Piano), Florian Döling (Bass), Matthias Daneck (Drums) und der renommierte Jazzgitarrist Sylvain Luc. Zipflo Reinhardt erhielt bei diesem Festival den renommierten ZMF-Preis.
Jahre später gehörten Tilman Günther (Piano), Zeca de Oliveira (Bass) und Daniel Schay (Drums)
zu seinem Ensemble.

In den letzten Jahren konzertiert Reinhardt hauptsächlich mit seiner Fusion-Jazz-Formation „The Zipflo Reinhardt Band“, mit Andy Herrmann (Keyboards), German Klaiber (Bass) und Matthias Daneck (Drums) sowie dem „Zipflo Reinhardt Trio“ mit Maiki Adel (Gitarre) und Jean Luc Miotti (Bass).


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